Mercedes-AMG gibt mit Echtzeitanalysen noch mehr Gas

Um den potenziellen Mehrwert für das ganze Unternehmen einschätzen zu können, führte die Motorenmanufaktur in einem Pilotprojekt eine Echtzeitplattform zur Qualitätssicherung ein, die auf der SAP Business Suite powered by SAP HANA lief. Zudem wurden SAP-Anwendungen zum Thema Internet der Dinge sowie die die Analysesoftware SAP Predictive Analysis eingesetzt, um Prüfverfahren für Motoren bei der Fahrzeugherstellung zu optimieren.

Manch einer erinnert sich eventuell noch an den außergewöhnlichen Mercedes, der im Actionfilm Transformers 3 – Die dunkle Seite des Mondes einen Gastauftritt hatte. Supermodel und Schauspielerin Rosie Huntington Whiteley saß am Steuer des Mercedes-Benz SLS AMG, als sich der schnittige Flitzer in den Metallriesen Decepticon Soundwave verwandelte.

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Die Mercedes-AMG GmbH ist eine 100-prozentige Tochter des DaimlerChrysler-Konzerns und wird offiziell als „Performance Division“ von Mercedes-Benz bezeichnet. Das Unternehmen produziert Fahrzeuge, die zu den begehrtesten der Welt zählen und zu einem Synonym für Geschwindigkeit und Exklusivität geworden sind. Denn mit höchster Präzision wird dort jeder Motor von Anfang bis Ende in Handarbeit gefertigt.

Verbesserte Prüfverfahren für Motoren

Da hochkarätige Automobile mit Hochleistungstriebwerken das Aushängeschild der Mercedes-AMG sind, wird jeder Motor sorgfältig auf seine Funktion geprüft. Dies ist jedoch ein aufwändiger und datenintensiver Prozess. Obwohl Motorausfälle in der Regel bereits nach wenigen Minuten auftreten, kann der Mechaniker erst am Ende des einstündigen Prüfprozesses feststellen, dass der Test fehlgeschlagen ist. Das kostet unnötig Zeit und Geld.

Die Mitarbeiter der Mercedes-AMG sprachen sich dafür aus, die Prüfdaten in Echtzeit zu analysieren und so das Testverfahren bei der Motorenfertigung zu verbessern. Der Mutterkonzern, die Daimler AG, genehmigte dies nun vor Kurzem.

Um den potenziellen Mehrwert für das ganze Unternehmen einschätzen zu können, führte die Motorenmanufaktur in einem Pilotprojekt eine Echtzeitplattform zur Qualitätssicherung ein, die auf der SAP Business Suite powered by SAP HANA lief. Zudem wurden SAP-Anwendungen zum Thema Internet der Dinge sowie die die Analysesoftware SAP Predictive Analysis eingesetzt, um Prüfverfahren für Motoren bei der Fahrzeugherstellung zu optimieren.

So ist es nun möglich, einen Motor-Testlauf jederzeit abzubrechen, falls ein Triebwerk nicht den Qualitätsstandards entspricht. Damit Probleme schnell gelöst werden können, erhalten die Mechaniker die Prüfergebnisse direkt auf ihre Tablet-PCs.

Die Vorteile für Mercedes-AMG

Mit diesem neuen System konnte der Automobilhersteller die Prüfzeit um 94 Prozent verkürzen. Diese Zeitersparnis summiert sich zu einem zusätzlichen Testtag pro Woche. So konnte die Mercedes-AMG ihre internen Kosten senken und die Zufriedenheit der Mitarbeiter und Kunden erhöhen, denn die Mechaniker haben nun mehr Zeit, sich voll und ganz auf die Motorqualität und die Sonderwünsche der Kunden zu konzentrieren.

In einem Interview sprach Dirk Zeller, der IT-Consulting-Leiter bei Mercedes-AMG, mit Forbes Insights. Darin erklärte er, dass dieser Prozess „uns schneller zu tieferen Erkenntnissen verhilft, da wir, ohne Zeit zu verlieren, mehr Daten vergleichen und komplizierte Analysetechniken verwenden können.“

„Diese Innovation ist nur der Anfang.“

Reinhard Breyer, IT-Leiter der Mercedes-AMG GmbH, sagte in Bezug auf zukünftige Entwicklungen: „Diese zukunftsweisende Innovation ist nur der Anfang. Unser Ziel ist es, auch die Motorleistung in den Fahrzeugen unserer Kunden überwachen zu können.“

Das gesamte Videointerview können Sie hier ansehen.

Nach der Implementierung des neuen vereinfachten IT-Systems verzeichnete die Mercedes-AMG mit über 32.000 verkauften Modellen das erfolgreichste Jahr in ihrer Geschichte.

Weiterführende Informationen zur Mercedes-AMG und zum SAP-Portfolio finden Sie unter:

Forbes Insights Fallstudie

Mercedes-AMG Business Transformation Study

Videointerview mit Reinhard Breyer, IT-Leiter der Mercedes-AMG GmbH.

Näheres zum Thema Internet der Dinge (IoT), Teil der Networked Economy, finden Sie hier.

Klicken Sie hier, um mehr über Echtzeitanalysen und die damit verbundenen Vorteile für Ihr Unternehmen zu erfahren.

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Top Image: Teddy Leung / Shutterstock.com

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