Skullcandy setzt auf hybrides Cloud-Modell

Cloud-Technologie steht für Innovation, Agilität und Flexibilität. Doch kann sie einem Unternehmen in einer kritischen Geschäftssituation helfen, durch geschäftliche Veränderungen den Turnaround zu schaffen?

Skullcandy, ein Unternehmen, das Audio- und Gaming-Kopfhörer, Ohrhörer, Bluetooth-Dockingstationen und andere Produkte entwickelt und vertreibt, sah sich 2012 mit stagnierenden Geschäftszahlen konfrontiert. Nachdem Umsatz und Gewinn über Jahre gestiegen waren, blieb die Unternehmensleistung plötzlich hinter den Erwartungen zurück. Während der Umsatz in den Vorjahren noch um 30 Prozent wuchs, gingen die Erlöse in diesem Jahr um 30 Prozent zurück.

Anfang 2013 fand ein Wechsel an der Spitze von Skullcandy statt, als mit Hoby Darling von Nike ein neuer CEO ernannt wurde. Darling verfolgte eine aggressive Strategie. So sollte sich Skullcandy darauf konzentrieren, den Kauf für die Kunden flexibler zu gestalten und ihnen somit den Zugang zur Marke und den Produkten zu erleichtern – über Mobilgeräte, in der Filiale, in ihrem Heimatland und überall auf der Welt. Dies waren sehr hochgesteckte Ziele für ein Unternehmen dieser Größe. Zudem galt es, diese ambitionierten Ziele in einem hart umkämpften Markt schnell umzusetzen.

Cloud-Modell spiegelt Dynamik wider

Glücklicherweise war das IT-Team von Skullcandy dafür gerüstet, Darlings richtungsweisende Strategie mit einer flexiblen, hybriden Cloud-Architektur zu unterstützen. Mark Hopkins, IT-Chef bei Skullcandy, betont die Bedeutung der Cloud-Technologie für das Unternehmen: „Die Cloud-Lösungen sind skalierbar und bieten uns flexible Möglichkeiten. Wir haben uns entschlossen, ein hybrides Modell einzusetzen. Es bietet eine virtualisierte Umgebung für Backoffice-Funktionen, die mit Geschäftsprozessen integriert sind, welche in der Cloud gehostet werden. Zu diesen Backoffice-Funktionen zählen Prognosen, E-Mails und Analysen. SAP Business ByDesign nutzen wir in einer privaten Cloud-Umgebung und einige andere Anwendungen in der Public Cloud.“ Die IT-Strategie von Skullcandy spiegelt die junge und dynamische Kultur des Unternehmens wider, in der Kreativität groß geschrieben wird.

IT-Lösungen sind wesentlich, um Innovationen hervorzubringen und die Kundenzufriedenheit zu erhalten – sowohl online als auch offline. Die IT ist dabei ein wichtiger Partner. Hopkins erklärt, welche Rolle die Cloud-Technologie für Skullcandys betrieblichen Wandel spielt:

Internationale Expansion: „Wir geben Gas und treiben das internationale Wachstum weiter voran. Im Zuge unseres Wandels zu einem Unternehmen, das länderübergreifend und mit mehreren Währungen arbeitet, nutzen wir die Möglichkeit, über SAP Business ByDesign auch internationale Transaktionen abzuwickeln. Als wir SAP Business ByDesign eingeführt haben, wussten wir noch nicht, dass wir drei Jahre später mehrere internationale Standorte betreiben würden. Mit ByDesign konnten wir schnell und flexibel reagieren und weiterhin alle Unternehmenstransaktionen über ein System ausführen.“

Nahtloses Online-Einkaufserlebnis: „Wir arbeiten am Ausbau unseres E-Commerce-Angebots. Um sämtliche Prozesse abwickeln zu können, müssen wir viele verschiedene Systeme miteinander verbinden. Die Integraiont von Apps, Webseiten, E-Commerce, Kundenkommunikation und Auftragsabwicklung muss schnell und flexibel erfolgen können.“

Starke Logistikkette: „Um in anderen Ländern Fuß zu fassen und den Bekanntheitsgrad unserer Marke zu steigern, haben wir mit internationalen Vertriebspartnern zusammengearbeitet. Dort, wo es uns sinnvoll erschien, sind wir nach und nach zum Direktvertrieb übergegangen. Unser Hauptziel in diesen Ländern ist es, die Logistikkette zu optimieren. In den USA haben wir UPS als Kontrakt-Logistikdienstleiser unter Vertrag genommen. Auch DHL in Europa und Teckwah in Asien konnten wir schnell für uns gewinnen.“

Omnichannel Commerce: „Was mich besonders freut ist, dass wir eine vollständig integrierte IT-Umgebung haben. Wir haben sowohl B2C- (Business-to-Consumer) als auch B2B-Szenarien (Business-to-Business). Unsere Omnichannel-Basis ist solide. Wir sind in einer Reihe von Kanälen präsent: in unseren eigenen Filialen, bei Einzelhändlern, Vertriebspartnern und Verkaufsstellen. Wir haben unsere eigenen Marken-Webseiten, Webseiten verbundener Unternehmen wie eBay und Amazon und betreiben Direkthandel mit Kunden wie Gov-X und eBags.“

Innovation durch Einblicke: „Wir haben uns zu einem daten- und kennzahlenorientierten Unternehmen entwickelt. Ein gutes Beispiel dafür sind Wiederverkaufsinformationen. Von vielen Einzelhändlern erhalten wir Point-of-Sale-Daten, jedoch in verschiedenen Formaten, zum Beispiel als EDI-Dateien, Textdokumente oder Excel-Tabellen. Wir haben ein Reportingsystem eingeführt, mit dem wir die Wiederverkaufsinformationen zusammenführen und auswerten. Unser Ziel ist es, durch die Nutzung dieser Daten mehr Zeit für produktive Echtzeitkommunikation mit Einzelhändlern zu gewinnen.

Kann also Technologie betrieblichen Wandel ermöglichen? Skullcandy hat diese Frage mit einem klaren Ja beantwortet.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf SAPVoice on Forbes veröffentlicht.

Bild oben: Hani’s Skullcandy (Bildnachweis: FailedImitator)

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