SAP HANA im Kampf gegen Krankheiten

Gesundheitseinrichtungen rund um die Welt stehen vor zahlreichen Herausforderungen: steigende Kosten, eine alternde Gesellschaft und die nicht einheitliche Versorgungsqualität. Außerdem werden im Gesundheitswesen viele Daten erhoben, aber nur wenige genutzt.

Nach Schätzungen einiger Experten stammen 30 Prozent der weltweiten Daten aus dem Gesundheitssektor. Doch all diese Informationen befinden sich in verteilten Systemen, was es für Krankenhäuser, Ärzte und Forscher sehr schwierig macht, fundierte Einblicke zu gewinnen.

Glücklicherweise arbeiten nun drei Startup-Unternehmen im Gesundheitswesen daran, diese Datenprobleme zu beheben. Alle drei haben am Programm SAP Startup Focus teilgenommen. Jedes der drei Startups verwendet SAP HANA für die Analyse von Daten aus dem gesamten Gesundheitsspektrum, um positive Veränderungen im Gesundheitswesen zu bewirken.

Convergence CT: stellt Ärzten aussagekräftige Daten zur Verfügung

Convergence CT führt Patientendaten aus verschiedenen Krankenhäusern zusammen und bereitet diese so auf, dass Einblicke in große Patientengruppen möglich sind. Mit der Datenbank askLipi analysiert das Startup-Unternehmen die Daten von einer Million Brustkrebspatienten, um daraus Rückschlüsse auf eine Reihe von Faktoren zu ziehen – vor allem im Zusammenhang mit Radiologie und Diagnostik.

So hat Convergence CT zum Beispiel untersucht, wie hoch die Entdeckungsraten von Tumoren durch diagnostische Mammographie bei Frauen in den 40ern und 50ern sind. Damit leistete das Unternehmen einen Beitrag zur gegenwärtigen Debatte, ab welchem Alter die Mammographie zur Brustkrebsfrüherkennung eingesetzt werden sollte. Eine weitere Analyse brachte Aufschluss darüber, zu welchen Zeitpunkt nach einer Mammographie eine Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe) durchgeführt werden sollte und ob die Krankenhäuser die nationalen chirurgischen Standards für einen solchen Eingriff erfüllen.

Nun plant Convergence CT diese Analysen auch für Herzkrankheiten, Diabetes und Bluthochdruck durchzuführen – stets mit dem Ziel, aus bislang ungenutzten Daten klinisches Wissen zu gewinnen. (Convergence CT auf der DEMO Conference, ab Minute 8 in diesem Video).

CoreMobile: mobiles, effizientes und koordiniertes Gesundheitswesen

Krankenhäuser haben nicht immer die effizienteste Verwaltung. Chirurgische Abteilungen, zum Beispiel, verwenden traditionell große, zentral aufgestellte Whiteboards, um die prä-, intra und postoperative Pflege der Patienten zu verfolgen. Für Ärzte, Krankenschwestern und Anästhesisten bedeutet dies, dass sie weite Wege zurücklegen müssen, um an Patienteninformationen heranzukommen. Und leider verläuft auch die Kommunikation meist nur in eine Richtung.

Die Lösung CoreyHealth von CoreMobile wurde speziell für chirurgische Abteilungen entwickelt. Mit CoreyHealth wurde der Workflow in eine mobile Anwendung übertragen, auf die alle Beteiligten in Echtzeit zugreifen können. Ärzte und Krankenschwestern können so während des gesamten Prozesses die Fortschritte ihrer Patienten dokumentieren und aktualisieren sowie virtuell miteinander kommunizieren. Klinische Daten werden hochgeladen und erfasst. Dadurch ist sofortiges Feedback möglich und vorausschauende Analysen können mit SAP HANA in Echtzeit durchgeführt werden.

Der Nutzen ist beachtlich, denn der Zeitaufwand reduziert sich um fünf bis 15 Minuten. Dadurch werden jährlich Einsparungen von einer bis zu zehn Millionen US-Dollar erzielt. Und durch die Erhöhung der OP-Auslastung, kann eine inkrementelle Umsatzsteigerung von 15 bis 30 Prozent erreicht werden. In Kürze werden ähnliche Lösungen für den ambulanten Pflegedienst und die Notaufnahme folgen.

PHEMI: von der gebührenbasierten zur wertorientierten Pflege

PHEMI Health Systems, ein Anbieter von Systemen zur Analyse von Patientendaten, beschleunigt den Wandel weg vom traditionellen „Fee-for-Service“-Modell und hin zu einer wesentlich qualitätsorientierteren Pflege. Ein wichtiger Beitrag zu einem neuen Gesundheitswesen, das sich wirklich auf Kostensenkung und bessere Ergebnisse konzentriert. PHEMI hilft Gesundheitseinrichtungen, vorhandene Datenbestände zu nutzen, um bessere Heilungsraten zu erzielen, Wiederaufnahmen zu vermeiden und die Effizienz der Krankenhäuser zu erhöhen.

Um an wertvolle Analyseergebnisse zu gelangen, müssen immense Datensätze ausgewertet werden. „Über 70 Prozent der Informationen sind unstrukturiert und mit den bisherigen Analysemethoden nur schwer aufzubereiten“, sagt Dr. Paul Terry, CEO von PHEMI Health Systems. Das Ziel ist es, mit SAP HANA Daten schneller und automatisierter auszuwerten, was den Patienten zu Gute kommt. Analysen von genomischen und klinischen Daten, beispielsweise von HIV- und AIDS-Patienten, unterstützen Ärzte bei der Erstellung von individuellen Behandlungsplänen. Die Patienten können dank der verbesserten Datenauswertung auf schnellere und bessere Behandlungsmethoden hoffen. Analysen administrativer Daten zur Automatisierung von Workflow-Prozessen tragen dazu bei, die Produktivität der Verwaltungsangestellten und Krankenschwestern zu erhöhen. Niedrigere Kosten, bessere Pflege: eine Win-Win-Situation für Krankenhäuser und Patienten.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf SAP Business Trends veröffentlicht.

Bildquelle: Shutterstock

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