Acht Business-Tipps für die Work-Life-Balance

In seinem Buch „Run your body like a business“ wendet SAP-Mitarbeiter Jay Foard Theorien aus der Wirtschaft auf die Gesundheit an – Wir stellen acht Tipps für eine bessere Work-Life-Balance vor.

Wirtschaft und Gesundheit – wie passt das zusammen? Und was ist eigentlich ein gesunder Lebensstil? Für Foard ist ein erfolgreiches Unternehmen mit einem gesunden Körper vergleichbar, auf den im übertragenen Sinne die Prinzipen und Theorien der Wirtschaft anwendbar sind. Seine Tipps für eine bessere Work-Life-Balance.

1. Seien Sie der CEO Ihres Körpers

Mit der Geburt werden wir stolzer Besitzer eines Familienunternehmens, das wir durch die DNA geerbt haben. Länge und Qualität unseres Lebens werden durch unsere Entscheidungen beeinflusst. Aus diesem Grund müssen wir die volle Verantwortung für unseren Körper und unsere Gesundheit übernehmen – eben genau so wie ein CEO für sein Unternehmen.

2. Kennen Sie Ihren Normalzustand

Stress ist heutzutage ein ständiger Begleiter, der zu permanenter innerer Anspannung führen kann. So banal es klingt: Finden Sie zurück zu Ihrem Normalzustand. Foard beschreibt diesen als Punkt, der individuell unterschiedlich ist, der Zustand, in dem Sie komplett entspannt sind. „Viele Menschen haben sich schon so an Stress und Hektik gewöhnt, dass sie das Ungleichgewicht gar nicht mehr wahrnehmen“, so Foard.

Hinzu kommt, dass Stress und Hektik entgegen der Auffassung vieler nicht zu Effizienz und Produktivität führen, sondern langfristig gesehen das Gegenteil bewirken: den Körper lähmen und schädigen. Ob Entspannungstechniken, Ausdauersport, ein Spaziergang oder ein gutes Buch – Welche Methode die beste ist, muss jeder für sich selbst herausfinden.

3. Achten Sie auf eine stabile Basis

Nach Foard fußt Gesundheit auf vier Komponenten: Stressmanagement, körperliche Bewegung, Entgiftung und Ernährung. Diese Komponenten stehen miteinander in enger Beziehung und beeinflussen sich gegenseitig. Sie bilden die Grundlage unserer Gesundheit. Foard vergleicht sie mit den vier Beinen eines Stuhls und weist darauf hin, wie wichtig jedes Stuhlbein im Einzelnen ist und dass alle vier gemeinsam für Stabilität sorgen. Achten Sie darauf, keine dieser Komponenten auf Dauer zu vernachlässigen!

4. Entwickeln Sie eine Business-Intelligence-Strategie für Ihren Körper

Im Operation Management hat man den Vorteil über viele Daten zu verfügen, die über einen langen Zeitraum gesammelt wurden. Auf sie kann man beliebig zugreifen und sie analysieren, um Prozesse durch gezielte Entscheidungen zu optimieren. Was unseren Körper anbelangt, verfügen wir leider nicht über diesen Luxus der detaillierten Prozess-Analyse. Foard sagt, die einzige Art und Weise, uns über einen längeren Zeitraum einen Überblick über unseren „Input“ zu verschaffen, seien Notizen dazu. Foard empfiehlt über einen Zeitraum von einigen Tagen, die täglichen Mahlzeiten sowie sportliche Betätigungen zu notieren. Nicht um sich selbst unter Druck zu setzen, sondern um vor Augen zu haben, was man tatsächlich konsumiert oder wie viel Sport man gemacht hat. Dies sei ein Anfang, um die eigene Gesundheit zu optimieren. Je länger man notiert, desto mehr Daten stehen zur Verfügung und desto besser ist die Analyse. Ein weiterer positiver Nebeneffekt sei herauszufinden, was nur Ausnahmen sind und was die Regel. Ist beispielsweise Fast Food, bei dem man denkt, man konsumiere es nur selten, womöglich doch eher die Regel?

5. Gleichen Sie Angebot und Nachfrage aus

Der Ausgleich von Angebot und Nachfrage nimmt eine zentrale Bedeutung in der Wirtschaft ein. Doch auch in Bezug auf die Ernährung trifft diese Theorie zu: Bekommen wir alle Nährstoffe, die wir brauchen? Foard schlägt vor, sich über die genaue Zusammensetzung des Nahrungsmittels zu informieren. Welche Vitamine, Mineralstoffe oder Fette sind in welcher Menge enthalten? Darüber steht dann die zentrale Frage: Ist die Art wie wir uns ernähren gut für uns? Hier lohnt es sich, strategische Kennzahlen zu Lebensmitteln und deren Zusammensetzung heranzuziehen, die eine Empfehlung hinsichtlich Gewicht, Geschlecht und Alter aussprechen. In einem letzten Schritt kann nun auf Basis der erhobenen Daten eine Lückenanalyse durchgeführt werden – um, laut Foard, die gesundheitlichen Ziele und tatsächlichen Lebensgewohnheiten zu erkennen.

6. Machen Sie Profit

Profit – lautet das Ziel der Unternehmen. Profitabilität im Sinne unserer Gesundheit bedeutet: Rohstoffe zuführen, um Energie als Output zu bekommen. Unseren Körper muss man sich wie ein Aggregat, eine Makroökonomie, vorstellen, bestehend aus vielen kleinen Geschäften. Optimieren Sie den Input für Ihre Zellen, sodass Sie den maximalen Output generieren und Ihre Energie optimal nutzen können.

7. Betreiben Sie Risikomanagement

Je älter man wird, umso wichtiger sei Risikomanagement in Bezug auf die eigene Gesundheit. Stellen Sie die Chancen und den Nutzen von beispielsweise kleinen Bewegungen im Alltag den Risiken der Bequemlichkeit gegenüber: Nehme ich den Lift oder die Treppe? „Wenn man jünger ist, kann man es sich leisten, größere Risiken einzugehen. Wenn man älter wird, braucht man eine nachhaltige Strategie“, so Foard. Sparen Sie nicht an sportlichen Aktivitäten – Ihr Körper wird es Ihnen danken.

8. Wirtschaften Sie nachhaltig

Achten Sie darauf manifestierte, schlechte Gewohnheiten zu durchbrechen. Krankheiten, die man im Alter bekommt, sind oft das Resultat eines ungesunden Lebensstils, den man über Jahrzehnte geführt hat. Es ist leicht, vorerst kurzfristige Defizite auszugleichen. Das Ziel sollte aber eine ganzheitliche und langfristige Strategie für die Gesundheit sein. Halten Sie Ihre persönliche Balance, achten Sie auf die Qualität Ihrer Gewohnheiten im Durchschnitt und verringern Sie Stress im Alltag gezielt durch adäquates Zeitmanagement – wie ein CEO.

Foard, Manager bei Global Operations bei SAP HANA Global Practice, hat einen Master in Wirtschaftswissenschaften von der Duke University, USA. Weitere Studienabschlüsse erwarb er in Biologie und Management-Informationssystemen. In seinem Buch lässt Foard sein vielseitiges Wissen aus Wirtschaft, Biologie, Soziologie, Physik sowie seine persönlichen Erlebnisse und gesundheitlichen Erfahrungen einfließen.

Bildquelle: Shutterstock

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