Kick-Off zur CeBIT 2014 mit der Bundeskanzlerin

Angela Merkel, Oliver Bierhoff und David Cameron bei SAP: Zum Auftakt der CeBIT 2014 ging es auch um die Fußball-Rivalität zwischen Deutschland und England.

Es war eine ungewöhnliche Konstellation, die sich gleich am Montagvormittag auf der SAP-Bühne zur Kanzlerdemo zusammengefunden hatte: Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Premierminister des CeBIT-2014-Partnerlandes Großbritannien, David Cameron, war auch Oliver Bierhoff vor Ort, SAP-Markenbotschafter und Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Auch deutsche Spitzenpolitiker wie Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und der Ministerpräsident von Niedersachsen, Stefan Weil, ließen sich die Demo nicht entgehen.

SAP-Vorstandssprecher Jim Hagemann Snabe und SAP-Markenbotschafter Oliver Bierhoff präsentierten der Kanzlerin, wie innovative SAP-Technologien die Welt des Sports revolutionieren und bei der Analyse von Fußballspielen helfen. Als Beispiel diente die Partie England gegen Deutschland vom 19. November 2013 in Wembley.

SAP HANA im DFB-Einsatz bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien

Mit SAP HANA kann der DFB heute jedes Spiel in Echtzeit analysieren. Laufwege und Pässe werden für jeden Spieler präzise erfasst. So kann das Trainerteam die Leistung objektiver bewerten und Trainings individuell anpassen. „Die Software werden wir schon bei der WM in Brasilien einsetzen“, so Bierhoff. Er hob auch die nutzerfreundliche Gestaltung hervor: „Das ist so einfach, das können sogar Fußballer bedienen.“ Cameron bedauerte allerdings, dass auch die fortschrittlichste Technik kein Elfmeterschießen rückgängig machen kann.

Gleich im Anschluss ging es im Convention Center weiter. Hier stellten sich neben Jim Hagemann Snabe und Oliver Bierhoff auch Christoph Liedtke, Vice President Global Media Relations sowie Michael Kleinemeier, President Middle & Eastern Europe, den Fragen der Journalisten. Die Nutzung von mobilen Geräten als bevorzugte “Businesspoints”, Cloud-Lösungen für Business-Software und durch In-Memory-Computing frisiertes Big Data: Das waren Punkte, die SAP vor vier Jahren als Zukunftsthemen sah. „In diesem Jahr geht es auf der CeBIT um nichts anderes“, so Hagemann Snabe. Und trotz aller Parallelen zwischen Sport und Geschäft räumt er ein: „Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten und dann ist klar, ob die Strategie aufgegangen ist. Das hätte ich im Business manchmal auch gerne so.“

Dass SAP HANA und damit die In-Memory-Technologie nicht nur im Fußball, sondern auch in der Industrie breitflächig angekommen ist, verdeutlichten Zahlen von Michael Kleinemeier: 3000 Kunden weltweit mit SAP HANA, 800 mit der SAP Business Suite powered by SAP HANA. Da ist zum Beispiel die Münchener Rück, die ihre Risikoprognosen auf Basis von SAP HANA bewerkstelligt, Russian Railway, das sein gesamtes Ticketing-System nun auf SAP HANA aufgesetzt hat. Continental setzt Sensoren in Reifen ein, um mehr über das Materialverhalten zu erfahren und letztlich die Straßen sicherer zu machen. Die Beispiele machen deutlich: „Die Industrie 4.0 ist bereits Realität“, zeigt sich Kleinemeier überzeugt.

Formel 1: Mit SAP HANA 20.000 Szenarien durchrechnen

Getreu dem Motto für die CeBIT 2014, „Join the Team“, war das Thema Sport auch von der Pressekonferenz nicht wegzudenken. Bierhoff ist froh, dass sich Spieler heute nicht mehr ganze Spiele auf Video anschauen müssen, sondern sich gezielt einzelne Ausschnitte ansehen können: Die Gefahr, dass Spieler dabei einschlafen, sei einfach deutlich geringer.Echtzeit-Informationen, Sensoren und Big-Data-Technologien kommen auch in vielen anderen Sportarten zum Einsatz. Beispiel Segeln: „Dadurch, dass etwa auf der Kieler Woche das gesamte Renngeschehen über GPS mitverfolgt wird, kann plötzlich jeder, der online ist, das Rennen mitverfolgen“, so Hagemann Snabe. Im wohl technologienächsten Sport, der Formel 1, sorgt SAP HANA inzwischen dafür, dass 20.000 Szenarien während des Rennens adhoc durchgerechnet werden können. Ein enormer Vorteil für das Team.

CeBIT 2014: Auch Skepsis gegenüber Technologie im Sport

Nicht alle sind begeistert von diesen Möglichkeiten neuer Technologien. Auf die Frage, ob all die Datenanalyse ein Fußallspiel nicht zu vorhersehbar mache, erläuterte Bierhoff, dass es vielmehr darum ginge, den subjektiven Eindruck des Trainers durch objektive Kriterien zu ergänzen. Dazu zitierte er Franz Beckenbauer: „Technologie schießt keine Tore. Aber sie kann dabei helfen, mehr Tore zu schießen.“

Ein Replay der Pressekonferenz gibt es hier.

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