SAP holt Kunden ins AppHaus

 Verschiebbare Möbel, viel offener Raum: Weitwinkel-Aufnahme von einem Workshop im AppHaus. (Foto: SAP)

Verschiebbare Möbel, viel offener Raum: Weitwinkel-Aufnahme von einem Workshop im AppHaus. (Foto: SAP)

SAP nähert sich Kunden auf neue Art und Weise: Im neuen AppHaus in Heidelberg entwickeln SAP-Experten gemeinsam mit Kunden nutzerfreundliche Anwendungen.

Kreativität und Innovation entsteht durch gemeinsames Arbeiten mit Kunden. Mit diesen Worten stellte Sam Yen, Global Head of Design, User Experience and Frontline Apps bei SAP, das Konzept des neuen AppHaus in Heidelberg vor. Gegründet wurde es unter dem Dach des SAP Design and Co-Innovation Center (DCC). Dort hat SAP bereits mit mehreren Kunden erfolgreich zusammengearbeitet. Unter ihnen sind der Anbieter von Online-Spielen Gameforge, die Deutsche Eishockey Liga (DEL) und das Nationale Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT).

Das Gebäude, das das AppHaus beherbergt, ist eine ehemalige Tabakfabrik und Teil des historischen Landfried-Komplexes im Zentrum Heidelbergs. Es spiegelt die Start-Up-Kultur wider: eine Umgebung, in der Unternehmen alte Industrieflächen neu gestalten und in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten. “Das AppHaus-Konzept ist eine Hommage an deutsches Design, eine Hommage an die Bauhaus-Ära”, so Sam Yen. Inspiriert durch die Bauhaus-Bewegung, werden im AppHaus verschiedene Disziplinen unter einem Dach vereint und mithilfe agiler Methoden kreative Prozesse gefördert. Die Wände lassen sich als Whiteboards nutzen, das Mobiliar je nach Projektanforderungen einfach umstellen und neu arrangieren.

Roter Backsteinbau im Zentrum von Heidelberg: Hier, gut 15 Kilometer vom SAP-Stammsitz in Walldorf entfernt, residiert das neue SAP AppHaus. (Foto: SAP)Verschiebbare Möbel, viel offener Raum: Weitwinkel-Aufnahme von einem Workshop im AppHaus. (Foto: SAP)Zwischen flexiblen Stellwänden finden Teams an Stehtischen zu Besprechungen zusammen. (Foto: SAP)Workshop-Atmosphäre im neuen AppHaus. (Foto: SAP)

SAP setzt im AppHaus auf Design Thinking

Andreas Hauser, der globale Leiter des DCC, ist stolz, dass SAP ganz oben auf der Design-Thinking-Welle mitreitet. „Durch Design werden Produkte wettbewerbsfähig. Durch das Zusammenbringen von Geschäftsexperten, Designern, Entwicklern, Kunden und Softwarebenutzern in einer kreativen Umgebung wie dem AppHaus, sind der Entwicklung und der Gestaltung neuer und innovativer Produkte keine Grenzen gesetzt.“

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Andreas Hauser zufolge repräsentiert das AppHaus Heidelberg die nächste Generation des ursprünglichen AppHaus-Konzepts: Hier werden erprobte innovative Techniken wie Design Thinking außerhalb der SAP angewandt und gemeinsam mit Kunden umgesetzt. „In Heidelberg können wir das Beste aus beiden Welten verbinden: Heidelberg ist nahe genug an Walldorf, um die volle Unterstützung der SAP-Unternehmenszentrale zu erhalten. Gleichzeitig bietet es einen Raum, in dem wir zusammen mit unseren Partnern und Kunden neue Arbeitsweisen in einer innovativen Umgebung außerhalb einer Standard-Büroatmosphäre ausprobieren können“.

Für Peter Rasper, COO der SAP Global Finance & Administration, könnte das AppHaus zentraler Anlaufpunkt für andere Start-Ups werden. Junge Unternehmen könnten sich dort ansiedeln, um Innovation voranzutreiben und umzusetzen und kreative Prozesse in Gang zu setzen.

AppHaus bietet im Raum „1001 Nacht“ Platz zum Geschichten Erzählen

Das Interieur des AppHaus entwarf das DCC-Team in enger Zusammenarbeit mit dem Global Facility Management. Andreas Hauser dankte den Teams: „Sie zeigten ihre Kreativität, indem sie jeden Raum individuell einrichteten und Accessoires kauften, die man in einem typischen Büro nicht erwarten würde, um so der Arbeitsumgebung eine persönliche Note zu geben.“ Die Gestaltung der vier Besprechungsräume orientiert sich nach grundlegenden Design-Prinzipien. Der grün gehaltene Sherlock-Holmes-Raum im viktorianischen Stil steht für die Forschung und Analyse, die Designern hilft, die richtigen Fragen zu stellen. Der Lego-Raum steht für das Spielerische, das zum Finden von Lösungsansätzen und deren Bewertung erforderlich ist. Der im orientalischen Stil eingerichtete Raum „Tausendundeine Nacht“ soll zum Geschichten Erzählen animieren und die Fantasie anregen, während der Bauhaus-Raum eine Hommage an die Geschichte des deutschen Designs ist.

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„Wir waren erstaunt, wie viele innovative Ideen wir im Rahmen dieses Workshops und mit dieser Methodik hatten“, meinte Markus Windelen, COO der Gameforge 4D. Das Unternehmen nahm an einem Design-Thinking-Workshop teil, um sein Spiele-Portal benutzerfreundlicher zu gestalten. Laut Windelen sind die Prototypen, die Ergebnis des Workshops waren, bereits in der Entwicklung. Das DCC hielt auch einen Workshop mit Vertretern der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ab, um die Erfahrungen der Eishockeyfans zu verbessern. Entstanden ist eine Dashboard-Anwendung, die bei Spielen und Veranstaltungen Live-Daten zu den Teams bereitstellt. Dem Leiter Spielbetrieb Jörg von Ameln zufolge, war “der Output des Workshops immens“.

SAP HANA hilft beim Entwickeln neuer Krebstherapien

Zusammen mit dem Innovation Center Potsdam und dem Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen, arbeitete das DCC an dem Design des „Patientendaten-Explorer“, einer HANA-basierten Anwendung, die einen schnellen Zugriff auf Patientendaten aus verschiedenen Quellen und deren Analyse ermöglicht. Die Lösung soll Ärzte bei der Erstellung von Therapieplänen unterstützen und das Erlangen von Forschungsergebnissen für künftige Therapieansätze beschleunigen – wodurch die Lebensqualität behandelter Patienten verbessert, ja sogar Leben gerettet werden könnten. „Die Zusammenarbeit mit der SAP war sehr innovativ und der iterative Ansatz hat zu tollen Ergebnissen geführt“, berichtet Alexander Knurr vom NCT.

Auch außerhalb des SAP-Standard-Portfolios wird der Mehrwert des neuen Design-Ansatzes der SAP geschätzt. Zum Beispiel im Rahmen des 15. Enjoy Jazz Festivals, bei dem das DCC 50 internationale Eventmanager einlud, gemeinsam neue Lösungen für Festivals zu entwerfen.

Das Video zeigt die Atmosphäre im AppHaus in Dublin Irland:

 

Fakten zum SAP AppHaus in Heidelberg auf einen Blick:

Das SAP AppHaus ist ein “Design & Co-Innovation Center”, in dem Experten von SAP gemeinsam mit Kunden und deren Fachwissen an Neuerungen arbeiten. Die Arbeitsweise soll agil und iterativ sein. Die Idee des AppHauses entstand nach dem Design-Thinking-Konzept und nach dem Vorbild des „Hasso Plattner Institute of Design“ in Stanford. Um innovatives Denken zu fördern, hat SAP für das AppHaus Mottos ausgerufen wie “Erwarte Unerwartetes, um keine Chancen zu verpassen”, “Scheitern ermöglicht frühes Lernen” oder “ständige Übereinstimmung tötet Erfindungsgeist”. Das erste AppHaus hat SAP 2011 in Los Altos eröffnet. Weitere AppHäuser befinden sich in Kanada (Waterloo), Israel (Ra’ana, Karmiel), Indien (Bangalore), Singapur, China (Shanghai), Irland (Dublin), Frankreich (Paris) und USA (Palo Alto). Zum Team im neuen AppHaus in Heidelberg gehören Designer, Strategen und Produkt-Manager. Die 63 Mitarbeiter haben in 27 Ländern gelebt, sprechen 23 Sprachen und bringen berufliche Erfahrungen aus 20 Branchen mit. Untergebracht ist das AppHaus in einer alten Tabakfabrik an der Bergheimer Straße 147 mitten in Heidelberg, zwischen Hauptbahnhof und Neckar.

Hier finden Sie weitere Informationen über die Design Services von SAP.

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