SAP weist Spekulationen um Standortverlagerung zurück

275336_h_ergb_s_glDie Wirtschaftswoche veröffentlichte heute am Samstag, den 5. Oktober 2013, einen Artikel mit der Überschrift: „Plattner will mit SAP nach Amerika“.

Die Unternehmenskommunikation der SAP kommentiert diesen Bericht wie folgt:

“Wir weisen Spekulationen um die Verlagerung des Hauptsitzes klar zurück. Das ist schlichtweg falsch und führt zu unnötiger Verunsicherung. Die strategische Bedeutung des Standortes Walldorf ist unumstritten. Hasso Plattner wird in dem Wirtschaftswoche-Artikel unvollständig und demnach nicht korrekt wiedergegeben. Es muss heißen: “Ist Walldorf die richtige Lokation für SAP? Walldorf ist SAP, auch wenn wir in Weinheim gegründet wurden. Niemand möchte Walldorf an einen anderen Ort verlagern.”

Die Wirtschaftswoche selbst hatte der Pressestelle der SAP letzten Dienstag (1.10.2013) die Gelegenheit gegeben, sich zu Vorwürfen zu äußern. Das ist auch geschehen. Der Wirtschaftswoche liegen seit letzten Mittwoch (2.10.2013) folgende Antworten auf ihre Fragen vor:

1. Nach Informationen der WirtschaftsWoche hat maßgeblich SAP-Mitgründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner die Umwandlung der SAP AG in eine europäische Aktiengesellschaft angestoßen. Wie lautet dazu die Stellungnahme von SAP?

Die Umwandlung der Rechtsform in eine europäische Aktiengesellschaft wurde vom Vorstand angestoßen und fand die Zustimmung des Aufsichtsrats. Mit diesem Schritt verfolgt das Unternehmen das Ziel, dem internationalen Charakter des Unternehmens gerecht zu werden und zum Beispiel Arbeitnehmervertretern aus dem europäischen Ausland eine Möglichkeit der Mitwirkung zu geben. Diese Möglichkeit besteht in der Rechtsform der AG nicht.

2. Laut internen SAP-Kreisen könnte die Umwandlung in eine SE nur ein Zwischenschritt hin zu einer späteren Verlagerung des Konzernsitzes weg von Walldorf hin in die USA darstellen. Wie lautet dazu die Stellungnahme von SAP?

Eine Verlagerung des Hauptsitzes wurde in jüngster Zeit immer wieder von Arbeitnehmervertretern der SAP thematisiert. Für Vorstand und Aufsichtsrat der SAP ist dies kein Thema. Walldorf ist und bleibt der Hauptsitz der SAP. Dies hat auch Hasso Plattner wiederholt klargemacht. Die Rechtsform der SE erlaubt der SAP auch bei weiterem Wachstum des Unternehmens eine – weiterhin paritätische – Zusammensetzung des Aufsichtsrats, die effektive Entscheidungsfindungen in diesem Gremium ermöglicht. Dies würde mit Beibehaltung der Rechtsform der AG schwieriger, denn der Aufsichtsrat müsste bei anhaltendem Personalwachstum in Deutschland aufgrund gesetzlicher Bestimmungen um 25% vergrößert werden.

3. Nach Informationen der WirtschaftsWoche ist die Altersstruktur in den SAP-Entwicklungslabs sehr unterschiedlich: im Jahr 2011 war das Durchschnittsalter in Deutschland 38; in Indien, China & Brasilien nur 29 (Präsentation SAP Labs India). Laut 2012er Personal- und Sozialbericht der SAP ist das Durchschnittsalter aller SAP-Mitarbeiter in Deutschland zwischen 2008 und 2012 pro Jahr um ein Jahr von 38 Jahre auf zuletzt 42 Jahre gestiegen. Wie lautet dazu die Stellungnahme von SAP?

Die Aussage, dass das Durchschnittsalter der SAP-Mitarbeiter in Deutschland seit 2008 jedes Jahr um ein Jahr gestiegen sei, ist nicht korrekt. Die Zahlen im Personal- und Sozialbericht der SAP AG 2012 sind gerundet und beziehen sich auf die Mitarbeiter der SAP AG, heißt in diesem Fall: Mitarbeiter mit deutschem Arbeitsvertrag in der SAP-Konzernzentrale exklusive großer Gesellschaften wie der Landesgesellschaft Deutschland. Hier die genauen Zahlen für die Mitarbeiter in Deutschland gesamt: Das Durchschnittsalter der SAP-Mitarbeiter lag 2009 in Deutschland bei 39,7 Jahren und lag per 31.12.2012 bei 41,1 Jahren. Jeder Standort bei SAP hat seine Expertise und spezifisches Know-how. An den deutschen Standorten wird im Wesentlichen der Core der SAP-Produkte entwickelt, unter anderem beispielsweise die SAP Business Suite und große Teile der In-Memory-Datenbank SAP HANA, eines der innovativsten Produkte, das derzeit in der IT-Branche zu finden ist. Dasselbe gilt für die strategisch wichtige Industrie-Expertise, die SAP mit Expertise in Deutschland aufgebaut hat. Dies ist nur mit sehr erfahrenen Experten möglich, die über viele Jahre Berufserfahrung verfügen. Die deutschen SAP-Standorte sind bekannt für hohes Qualitätsbewusstsein, Ingenieurskunst, Zuverlässigkeit und Management von Komplexität.

4. Wenn der Trend anhält, befürchten Beobachter einen „demografischen Gau“ bei SAP in Deutschland, da das Durchschnittsalter irgendwann jenseits der 50 Jahre liegt. Wie lautet dazu die Stellungnahme von SAP? Wie wollen Sie dieser Entwicklung entgegensteuern?

Die Aussage ist hypothetisch und trifft nicht zu. Wie jedes andere Unternehmen trifft auch SAP selbstverständlich eine ganze Reihe von Maßnahmen, um eine ausgeglichene Altersstruktur zu gewährleisten. Mindestens ebenso wichtig sind die Maßnahmen, die SAP trifft, um eine hohe Zufriedenheit im Job sicherzustellen.

Unternehmenskommunikation der SAP AG in Walldorf

Pressekontakt: hilmar.schepp@sap.com

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