Wie SAP junge Talente gewinnt

 Tim Noble, Geschäftsführer von SAP UK & Ireland, mit den Nachwuchstalenten Jillian Wildgoose and Paul Clements. (Foto: SAP)

Tim Noble, Geschäftsführer von SAP UK & Ireland, mit den Nachwuchstalenten Jillian Wildgoose and Paul Clements. (Foto: SAP)

Botschafter an Universitäten, duale Ausbildung und Manager, die von Absolventen lernen – wie SAP Talente gewinnt, fördert und ans Unternehmen bindet.

Bei Unternehmen zeichnet sich eine grundlegende Veränderung ab: Die Tendenz geht dahin, dass die Endverbraucher künftig den Kurs viel stärker als bisher bestimmen. Bei der Rekrutierung neuer Talente muss der Fokus daher auf Mitarbeitern liegen, die diese Zielgruppe verstehen und ihre Anforderungen jetzt und in Zukunft erfüllen können. Junge Talente spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Auch die SAP muss ihre Belegschaft an den sich ändernden Marktanforderungen immer wieder neu ausrichten. Ziel ist es, den Wettbewerb um die besten Talente zu gewinnen und gleichzeitig die eigenen Mitarbeiter weiterzuentwickeln und langfristig an das Unternehmen zu binden. Dies erreicht die SAP mit folgenden Programmen für junge Talente:

Kooperation mit 1350 Universitäten weltweit

SAP Global University Alliances stärkt die sogenannte „Talente-Pipeline“ – durch die Kooperation mit 1350 Universitäten, die zusammen 80 Prozent der Spitzeninstitute weltweit repräsentieren. Das Early Talent Ambassador Program ist ein Netzwerk für junge Talente innerhalb der SAP, die in Zusammenarbeit mit den Universitäten als Botschafter für die SAP agieren. Ihr Ziel ist es, das Unternehmen unter Hochschulabsolventen bekannt zu machen und als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.

- Nach Absolventenvorschlägen Kernprozesse im Vertrieb verändert

- Junge Talente begleiten Führungskräfte durch den Arbeitstag

- UK-Geschäftsführer von SAP lässt sich von jungen Kollegen Apps empfehlen

Dieser Artikel ist Teil unseres Themenschwerpunkts Personalmanagement. Alle Beiträge des Schwerpunkts finden Sie in unserem Special.

Das Early Talent Team hat in Zusammenarbeit mit der SAP Global Sales University ein Programm für beschleunigtes Lernen konzipiert. Dies soll den jungen Mitarbeitern helfen, ihr Potenzial zu entfalten und schnell produktiv im Unternehmen mitzuarbeiten. „Wir haben aufgrund der Vorschläge, die die Absolventen eingebracht haben, sogar einige der operativen Kernprozesse im Vertrieb neu definiert“, erzählt Robin Manherz, Global Vice President von GCO Business Growth Initiatives.

Duale Ausbildung bei SAP

SAP Vocational Training ist ein globales Programm, das jungen Mitarbeitern die Möglichkeit bietet, eine duale Ausbildung zu absolvieren, also ihre praktische Arbeit bei SAP mit einem Studium zu verbinden. Im Rahmen dieses Programms werden junge Talente auf der ganzen Welt, beispielsweise in Brasilien, China, Deutschland, Indien oder der Schweiz, eingestellt, ausgebildet, weiterentwickelt und übernommen.

„Die duale Ausbildung bei SAP ist eine Chance sowohl für die Studierenden als auch für die SAP. 80 Prozent der Absolventen werden übernommen. Dadurch leistet das Programm einen wesentlichen Beitrag, neue Talente zu gewinnen“, erklärt Markus Bell, globaler Ausbildungsleiter bei SAP.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Austausch zwischen Mitarbeitergenerationen in beide Richtungen

Der Begriff Early Talent Development bedeutet, dass man gleich zu Beginn ihrer Karriere in junge Menschen investiert, um ihnen Entfaltungsmöglichkeiten zu geben. „Die Mitarbeiterstrategie der SAP basiert auf der Annahme, dass jeder ein Talent ist“, erklärt Tracey Arnish, Senior Vice President Talent Experience. Wir richten unser Augenmerk auf jeden Einzelnen, um sowohl sein Potenzial als auch seine Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen. Das gilt natürlich auch für junge Talente bei SAP.“

Neben dieser gezielten Karriereplanung für junge Talente setzt die SAP auch auf den Austausch zwischen den Mitarbeitergenerationen, damit die jungen Mitarbeiter von der Erfahrung der älteren Kollegen lernen können. Ein Beispiel ist das Job Shadowing. Im Rahmen der letzten People & Diversity Week begleiteten junge Talente Führungskräfte durch einen ganz normalen Arbeitstag, einschließlich Treffen mit Kunden, interner Meetings oder Telefonkonferenzen.

Reverse Mentoring: Manager lernen von Absolventen

Auch die erfahrenen Kollegen können von dem Austausch mit den jüngeren Mitarbeitern profitieren. Beim sogenannten „Reverse Mentoring“ sind die traditionellen Rollen vertauscht: Jüngere Mitarbeiter agieren als Mentoren für ihre erfahrenen Kollegen und vermitteln Wissen auf einem Gebiet, das sie gut beherrschen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Absolventen erklären Managern Umgang mit Smartphones und Apps

In Indien vermittelt das neue „iMentor“-Programm Absolventen als Mentoren für SAP-Manager. Der Umgang mit Technologie, zum Beispiel die Nutzung von Smartphones und Apps sowie Social Networking, wurde als Kernkompetenz der Absolventen identifiziert und bildet den Schwerpunkt für gezieltes Mentoring. Die Absolventen erhielten so die Gelegenheit, mit Führungskräften in Kontakt zu kommen und mehr über das Geschäft der SAP und die Unternehmensstrategie zu erfahren. Umgekehrt lernten die Manager, ihre Social-Media-Profile zu erstellen und ihre Smartphones effektiver zu nutzen.

SAP-Geschäftsführer bekommt App-Empfehlung von junger Kollegin

Der Geschäftsführer von SAP UK & Ireland Tim Noble machte eine ähnliche Erfahrung, als Jillian Wildgoose, eine der Mitarbeiterinnen aus dem Early-Talent-Programm, ihn begleitete. Statt öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, machten sich die beiden zu Fuß auf den Weg, um Meetings in der Londoner Innenstadt zu besuchen. Auf ihrem Weg durch das Stadtzentrum entdeckte Jillian Wildgoose spontan die London Citymapper App, die ihnen half, sich zu orientieren. „Die Begegnung mit einer jungen Mitarbeiterin war eine gute Gelegenheit für mich, mehr über mobile Apps zu erfahren. Ab jetzt werde ich die App verwenden, um meine Fußwege zu Meetings zu planen, wenn ich in der City bin.“

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