Die 6 Faktoren für globalen Erfolg

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Erfolg ist auch im Mittelstand eine Frage der richtigen Technik: Analysefunktionen, mobile IT, soziale Medien und Cloud Computing sind laut einer Umfrage wichtige Treiber.

Im Artikel der letzten Woche über die Ergebnisse der Studie „SMEs Equipped to Compete“ von Oxford Economics wurde deutlich, dass kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) größtenteils vor denselben Herausforderungen stehen wie multinationale Konzerne. Mehr als 2.100 KMU in 21 Ländern nahmen an der Umfrage teil, und die Ergebnisse zeigen, dass auch diese Unternehmen mit Globalisierung, starkem Wettbewerb, besser informierten Kunden und dem rasanten technischen Wandel zu kämpfen haben. Im zweiten Teil unseres Überblicks wollen wir zeigen, wie IT-Lösungen zum Wachstum dieser KMU beitragen.

Informationstechnologie als Differenzierungsfaktor

Rund 60% der befragten KMU stimmten der Aussage zu, dass die Informationstechnologie ein wichtiger Differenzierungsfaktor für sie ist. Sie erwarten, dass die IT es ihnen erleichtert, verwertbare Informationen über ihre Geschäftsabläufe zu gewinnen, sodass sie die wichtigsten Herausforderungen besser bewältigen können: Innovationsförderung, Kostensenkung, Effizienzsteigerung, Ausweitung der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung und Stärkung der Kundenbeziehungen. Zudem gewinnt die Technologie für KMU zunehmend an Bedeutung, weil sie über Landesgrenzen hinweg expandieren. So kooperiert zum Beispiel mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen über Online-Geschäftsnetzwerke und -plattformen mit anderen Firmen, um Innovation und Wachstum voranzutreiben.

Die Erfolgsfaktoren im Einzelnen

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1. Business-Management-Software (BMS) als Wachstumsgrundlage sehen

Fünfzig Prozent der KMU legt den Schwerpunkt auf BMS, denn sie glauben, dass diese zahlreiche Vorteile bietet, allen voran Kosteneinsparung und eine bessere Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen (beide Angaben je 25%). Dicht darauf folgen die Optimierung der Logistikkette und besserer Kundenservice (jeweils 20%). Kosteneinsparungen werden von größeren KMU (31%) häufiger als von kleineren KMU (23 ) als wichtigster Vorteil genannt. Die größte Herausforderung für Unternehmen, die die Anschaffung von BMS in Betracht ziehen, sind die Kosten der neuen Plattformen, wie 33% der Teilnehmer angaben.

2. Analysieren, analysieren, analysieren

KMU gehen davon aus, dass Analysefunktionen Kosteneinsparungen ermöglichen (27%) und zur Verbesserung der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen beitragen (26%). Vor allem größere Unternehmen sowie solche in entwickelten Ländern betrachten Geschäftsanalysen auch als Hilfsmittel zur Verbesserung des Kundenservices. Angesichts des Augenmerks, das die Unternehmen auf die veränderten Kundenerwartungen legen, überrascht es nicht, dass in den Branchen Konsumgüter, Einzelhandel und Großhandel mit der schnellsten Verbreitung von Analysen gerechnet wird, um sich ein genaueres Bild von den Kunden zu machen und Kundenwünsche in Echtzeit zu erfüllen. Auch wenn sie Analysen großen Wert beimessen, nennen KMU aus allen Branchen die Sicherstellung der Richtigkeit und Zuverlässigkeit der Daten als bedeutende Hürde.

Mobile Lösungen sollen Innovation fördern

3. Mobile IT ernst nehmen

Siebzig Prozent der profitabelsten KMU betrachten die mobile IT als wegweisend. Die Befragten glauben, dass mobile Lösungen die Innovation fördern und in besserem Kundenservice (25%) sowie einer besseren Produkt- und Dienstleistungsentwicklung (23%) resultieren. Allerdings werden Sicherheit und Datenschutz sowie die Proliferation unterschiedlicher Plattformen und Geräte (beide jeweils 34%) als die größten Schwierigkeiten in diesem Bereich angesehen. Dies gilt insbesondere für die kleineren Unternehmen (39%). Zudem haben fast 33% der KMU Schwierigkeiten, ihre Mitarbeiter zur Nutzung der mobilen Geräte und Lösungen zu bewegen, obwohl sich die mobile IT-Nutzung weltweit rasant auf dem Vormarsch befindet.

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4. Soziale Medien als Kundenservice einsetzen

KMU betrachten soziale Medien als Möglichkeit, einen besseren Kundenservice zu bieten (31%), die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen zu verbessern (25%), Kosten einzusparen (20%) und die Logistikkette zu optimieren (15%). Angesichts der Tatsache, dass nur wenige KMU (12%) einen Nutzen der sozialen Medien für die Innnovation erwarten, verpassen diese Unternehmen jedoch womöglich eine Gelegenheit, diese Technologien für die Zusammenarbeit und Kommunikation einzusetzen. Da soziale Medien am Arbeitsplatz noch ein sehr neues Phänomen sind, ist es wenig erstaunlich, dass 43% der Befragten angaben, dass es schwierig sei, die Mitarbeiter zur Nutzung von sozialen Medien zu bewegen. Auch der Aufwand, den die Umsetzung einer realistischen Social-Media-Strategie mit sich bringt, (40%) und die Berechnung des Return on Investment (35%) werden als problematisch angesehen. Wenn KMU soziale Medien einsetzen, entscheiden sie sich eher für Mietmodelle oder Angebote mit nutzungsabhängiger Bezahlung (40%) als für die eigene Anschaffung (20%).

5. Ohne Cloud Computing geht’s nicht

Die Nutzung von Cloud-Lösungen bei KMU wird in drei Jahren von heute 35% auf 47% gestiegen sein.  Die entsprechenden Wachstumsraten unterscheiden sich allerdings erheblich zwischen größeren und kleineren KMU (64% bzw. 40%). KMU versprechen sich von Cloud-gestützten Technologien Kosteneinsparungen (30%) und eine bessere Produkt- und Dienstleistungsentwicklung (25%). Insbesondere Einzelhändler (34%) und Großhändler (36%) betonen die Bedeutung des Cloud-Computings für die Kostensenkung. Einer großflächigen Einführung von Cloud-Lösungen bei KMU stehen allerdings Bedenken im Hinblick auf die Sicherheit (38%), mangelnde Kenntnis der Vorteile der Cloud (35%), fehlende Fachkenntnisse (34%) und die schwierige Ermittlung des Return on Investment (31%) im Weg.

Weniger Ressourcen als Großunternehmen

6. Informationstechnologie als Schlüssel sehen

Obwohl sie generell über weniger Ressourcen verfügen, sind die meisten KMU überzeugt, dass sie die nötigen technischen Ressourcen und das Know-how besitzen, um mit größeren Unternehmen konkurrieren zu können. Weniger als ein Drittel der befragten Firmen gaben an, dass ihnen die technischen Möglichkeiten der größeren Mitbewerber fehlten, und nur etwas über ein Viertel sagten, dass sie nur schwer nachvollziehen könnten, wie die Technologie ihrem Unternehmen messbare Vorteile verschaffen könnte. Wenn der Wandel die neue Geschäftsstrategie für KMU ist, dann ist die IT ein strategisches Werkzeug, um diesen Wandel zu realisieren. Alle KMU benötigen, unabhängig von ihrer Größe, bessere Kenntnisse über technische Innovationen wie Analysen, mobile IT, soziale Medien und Cloud Computing, um es erfolgreich mit den Großunternehmen aufzunehmen.

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