IT ist Treiber fürs Geschäft

 Foto: SAP

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Wie wird sich der österreichische IT-Markt 2013 entwickeln? Andreas Muther, Geschäftsführer von SAP Österreich, blickt im Interview nach vorne.

SAP.info: Herr Muther, 2012 war ein erfolgreiches Jahr für Ihre Kunden und für SAP. Was erwarten Sie persönlich für das neue Jahr?

Andreas Muther: Zunächst einmal möchte ich mich für das abgelaufene Jahr 2012 bedanken, in dem unsere Kunden uns einmal mehr großes Vertrauen entgegengebracht haben. Ich bin daher zuversichtlich, dass wir auch die wirtschaftlichen Herausforderungen und technologischen Neuerungen in 2013 partnerschaftlich mit unseren Kunden und anderen Unternehmen in Österreich lösen werden.

Was die Märkte anbelangt, so sind die Signale und Tendenzen für 2013 zurzeit eher verhalten. Eines wird uns als SAP aber von allen Seiten klar widergespiegelt: IT ist für Unternehmen wichtiger denn je, sie wird sehr stark als Treiber für das Geschäft beurteilt. Das gilt speziell für Unternehmen im globalen Umfeld, die sehr stark auf kontinuierliche Innovation angewiesen sind, um sich im Wettbewerb zu behaupten.

Generell gefragt: Was zeichnet den Markt in Österreich aus?

Österreich ist für SAP ein kleiner, sehr reifer Markt. Die SAP-Kunden und Unternehmen allgemein kennen sich untereinander sehr gut. In diesem eng verflochtenen Umfeld hat SAP seit 2011 Spitzenwerte in puncto Kundenzufriedenheit erzielt. Dieses Ziel steht auch für 2013 ganz oben auf meiner Agenda. Dafür werden wir gemeinsam mit den IT-Leitern der Unternehmen in die Fachbereiche gehen und dort Innovationen vorstellen, die den Anwendern Mehrwert bringen.

Hier sehe ich in Österreich vor allem zwei große Ansatzpunkte. Zum einen gilt es, die Vernetzung der Unternehmen untereinander zu stärken. Zwar haben die großen Firmen in Österreich hier mit meist individuellen Lösungen bereits viel erreicht. Doch durch die Übernahme von Ariba haben wir eine Plattform geschaffen, mit der Firmen jeder Größe ihre Verkaufs-, Beschaffungs-, Rechnungs- und Zahlungsprozesse erheblich beschleunigen. So können Unternehmen in einer vollkommen vernetzten Umgebung noch effektiver mit ihren Kunden, Lieferanten und Partnern zusammenarbeiten.

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Der zweite Punkt ist die soziale Vernetzung von Unternehmen. Wir werden hier im Gespräch mit unseren Kunden künftig noch deutlicher machen, wie Informationen aus den sozialen Medien zum Geschäftserfolg beitragen können. Ein Beispiel: Die meisten Unternehmen sind in sozialen Medien tätig – aber nutzen sie auch die Informationen, die Kunden und Interessenten untereinander austauschen?

Und wo liegen Ihrer Ansicht nach die inhaltlichen Anknüpfungspunkte und Erfolgsfaktoren?

Die Erfolgschancen für unsere Kunden liegen in drei Bereichen.
Erstens erlebt das Thema Standardisierung in Österreich eine Renaissance. Gerade durch neue Geschäftsmodelle, die etwa mit Mobiltechnologie erst möglich werden, tritt die Bedeutung harmonisierter Systemlandschaften und Prozesse wieder ganz stark in den Vordergrund. Und unsere SAP-Lösungen sind hier in vielen Fällen das IT-Backbone oder die Zielarchitektur der Unternehmen.

Zweitens: Innovationen sind der Schlüssel für die Zukunft. SAP hat für die aktuellen Innovationsthemen die passenden Lösungen:

  • Mobilität – Stichwort Infrastruktur, Geräte- und Anwendungsverwaltung auf der Sybase Unwired Platform
  • Cloud – Stichwort vernetzte B2B-Beschaffung auf der Ariba-Plattform
  • In-Memory-Technologie – Stichwort Informationen in Echtzeit mit der Appliance-Software SAP HANA

Drittens: Kundenspezifische Entwicklungen im High-End-Bereich. Unternehmen können mit uns den SAP-Standard in wichtigen Kernbereichen ihrem Geschäft anpassen. Ein Beispiel: Ein österreichisches Versicherungsunternehmen realisiert aufbauend auf den Produkten von SAP eine europaweite Lösung zur individuellen Verwaltung von rund 20 Millionen Versicherungsverträgen. Wesentliche Teile der Gesamtlösung sind bereits bei den großen Konzerngesellschaften in Betrieb.

Die Bedingungen für alle drei Bereiche sind günstig. Die IT ist wieder „CEO-fähig“ – denn die Firmenchefs haben wichtige Innovationsthemen wie Mobilität, Cloud oder In-Memory-Technologie selbst auf ihrer Agenda. SAP wird hier nicht mehr nur als Lieferant zuverlässiger Anwendungen und Prozesse gesehen – sondern zunehmend als Plattformanbieter mit einem großen Netz an Innovationspartnern.

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