Sechs Millionen Entwickler – und es werden immer mehr

(Foto: SAP.info)

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Seitdem SAP mit drei großen Entwicklungsunternehmen für Mobilanwendungen zusammenarbeitet, hat das Software-Haus seine Entwicklergemeinschaft drastisch vergrößert.

Das alles gehört zur Planung für die SAP-Mobilplattform. Im April dieses Jahres hat SAP die Zusammenarbeit mit drei großen Entwicklungsunternehmen für Mobilanwendungen bekannt gegeben: Sencha, Appcelerator und PhoneGap (im Vorjahr von Adobe übernommen). Gleichzeitig hat das Software-Unternehmen seine Pläne zur Übernahme von Syclo, dem führenden Anbieter von Apps für die Anlagenverwaltung in Unternehmen und den Außendienst, dargelegt. Und in noch jüngerer Zeit hat SAP einige wichtige neue Funktionen beim SAP Store eingeführt, die es erstmalig Kunden gestatten, mobile Unternehmensanwendungen online zu kaufen.

SAP hat im Laufe mehrerer Sitzungen zu Mobilanwendungen für Unternehmen bei der SAPPHIRE NOW in Orlando diese Entwicklungen in den umfassenderen Rahmen seiner Mobilplattform-Strategie gestellt.

Schauen wir uns diese strategischen Themen einmal an:

  • SAP Mobile Platform: Flexibilität geht vor
  • SAP Store: Klicken und kaufen

SAP hat wichtige Updates im SAP Store eingeführt. (Foto: SAP.info)

SAP Mobile Platform: Flexibilität geht vor

Mit der SAP Mobile Platform können Unternehmen Apps entwickeln und implementieren sowie Mobilanwendungen und -geräte über ihren gesamten Lebenszyklus verwalten, und zwar anhand der Sybase Unwired Platform (SUP) für die App-Entwicklung und Afaria für die Implementierung und die Geräteverwaltung.

Da der Markt für Mobilanwendungen und -geräte nicht nur im Verbraucher-, sondern auch im Unternehmensbereich kontinuierlich wächst und einem rasanten Wandel unterliegt, ist es entscheidend, dass Unternehmen sich schnell an neue Standards und Technologien anpassen können. Das ist der Grund dafür, dass SAP solchen Wert auf Flexibilität und Offenheit bei seiner Mobilplattform legt. Diese Strategie ist auf der Ebene des Betriebs zu erkennen, wo die Kunden wählen können, ob sie die Plattform in ihren eigenen Räumlichkeiten oder in der Cloud implementieren möchten, ebenso wie auf der technischen Ebene: mobile Unternehmensanwendungen, die auf der SAP Mobile Platform entwickelt wurden, können mit SAP-Backend-Systemen kommunizieren ebenso wie mit Backend-Systemen, die nicht von SAP stammen.

Die neuen Partnerschaften mit Sencha, Appcelerator und PhoneGap verdeutlichen ebenfalls diesen Fokus auf Flexibilität. Zusammen repräsentieren diese Organisationen rund vier Millionen Entwickler von Mobilanwendungen. Nimmt man noch die etwa zwei Millionen Entwickler im SAP Developer Network hinzu, ermöglicht es SAP nun sechs Millionen Entwicklern, Unternehmensapps mit ihrer bevorzugten Client-Architektur zu entwickeln – ganz gleich, ob es sich um eine native App, einen Hybrid Web Container, eine Web-App (HTML 5) oder sogar eine Textnachrichten-basierte App handelt.

Doch wandelt sich der Mobilmarkt für Unternehmen auch in anderer Hinsicht. Wie Vishy Gopalakrishnan, Global Center of Excellence for Mobile Solutions SAP, erläuterte, möchten Unternehmen über den Mobilkanal nicht nur mit ihren Mitarbeitern, sondern auch mit ihren Kunden kommunizieren. Banken bieten mobile Bankapps an, und Einzelhändler haben einen mobilen Einzelhandelskanal. Mit anderen Worten, Unternehmensapps dienen nicht mehr nur der Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Mitarbeitern (Business-to-Employee, B-to-E), sondern zunehmend auch der zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden (Business-to-Consumer, B-to-C).

Um dieser neuen Anforderung gerecht zu werden, wird SAP in die Branchen investieren, die viel Kontakt mit dem Endverbraucher haben, darunter Banken, Einzelhandel, Telekommunikation, Tourismus und Gastgewerbe, Medien und Unterhaltung sowie die Automobilbranche. SAP wird in diesem Bereich aktiv B-to-C-Apps einführen. Darüber hinaus wird SAP weiter in mobile Unternehmensapps für Kernanwendungen wie zum Beispiel die Anlagenverwaltung für Unternehmen investieren. Die Übernahme von Syclo, dem führenden Anbieter von Apps für Versorgungsunternehmen, dient diesem Ziel.

Hauptsächlich plant SAP jedoch, dass ein großer Teil der Innovation und des Wachstums im Mobilbereich von Partnern kommen soll. Es passt daher, dass SAP zusammen mit der Ankündigung neuer Partnerschaften auch einige wichtige Innovationen für den SAP Store herausbrachte.

User können ab jetzt SAP Apps direkt im SAP Store erwerben. (Foto: SAP.info)

SAP Store: Klicken und kaufen

SAP gab im Vorjahr bei der SAPPHIRE NOW in Orlando seine Absicht bekannt, bis 2015 eine Milliarde Kunden zu erreichen, und zwar überwiegend durch den Ausbau des Geschäftsbereichs Mobilanwendungen. Mehrere Monate später in Madrid machte das Software-Unternehmen mit dem Start von SAP Store, der Heimplattform aller Mobilanwendungen, die von SAP und seinen Partnern entwickelt werden, Fortschritte in dieser Richtung. In jüngerer Zeit, bei der SAPPHIRE NOW 2012 in Orlando, gab SAP weitere Fortschritte in Bezug auf seine Roadmap für den Mobilbereich bekannt. Nämlich können Kunden jetzt SAP-Apps direkt im SAP Store kaufen.

Bisher konnten Anwender auf der Website Apps lediglich nach Branche und Geschäftssparte, unterstütztem Betriebssystem und Geräten, SAP-Backend-Anforderungen, regionaler und Sprachverfügbarkeit usw. suchen und passende Angebote finden. Jetzt können Unternehmensanwender wie beim iTunes App Store oder dem Android Market Place mit einem Klick von der Bewertung einer App zu deren Kauf wechseln. Die Rechnung wird unmittelbar erzeugt.

Bei dieser neuen Funktion geht es darum, den SAP Store für Endanwender nützlicher und bequemer zu machen. Ebenso wird ein viel größeres Publikum durch die Herausgabe einer nativen App für Android-Geräte und einer HTML-5-Version für Tablets in die Lage versetzt, den SAP Store bequem zu durchsuchen und unterwegs von jedem beliebigen Standort aus dort zu kaufen.

In Zukunft wird sich SAP weiter darauf konzentrieren, das Benutzererlebnis zu verbessern. Der nächste Schritt, so Usman Sheikh, Vice President von E-Channel Mobile Sales bei SAP, wird sein, die gekaufte App direkt auf den Geräten des Mitarbeiters zu installieren. SAP arbeitet derzeit daran, App Stores für die interne Nutzung durch Unternehmen zu erstellen, wo Mitarbeiter sehen können, welche Apps verfügbar sind, um sie dann auf ihr Mobilgerät herunterzuladen.

SAP bietet jetzt auch native SAP Store Apps sowohl für Android-Endgeräte als auch für das iPhone an. (Foto: SAP.info)

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  1. Thats Me

    Drucken funktioniert Immer nur für erste Seite, schade aber auch…

    • Anonymous

      We are currently fixing the problem with the print button. Thanks for your feedback.