CeBIT 2012: SAP HANA auf iPad

Mit dem SAP HANA Oncolyzer analysiert die Berliner Charité in Sekundenschnelle Patientendaten und kann diese auch auf dem iPad abrufen. SAP.info ist vor Ort auf der CeBIT.

Jetzt wird es konkret: Seit mehr als einem Jahr ist die  In-Memory-Anwendung SAP HANA schon auf dem Markt, doch noch immer herrscht bei vielen Kunden Unklarheit darüber, wie die Anwendung funktioniert und für welche Einsatzgebiete sie gedacht ist. Auf der CeBIT räumt SAP damit auf und zeigte ein erstes Anwenderbeispiel aus der Praxis, wovon sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel überzeugen konnte: Die Berliner Charité nutzt den SAP HANA Oncolyzer zur Analyse von Patientendaten.

Für Ärzte und Forscher: SAP HANA Oncolyzer

Der HANA Oncolyzer kommt insbesondere in der Krebsforschung zum Einsatz. Ob CT, Blutentnahme oder Röntgen –  Krebspatienten müssen eine Vielzahl an Untersuchungen über sich ergehen lassen. Dabei sammeln sich oft Terabytes an Daten an. Da die individuelle Veranlagung des Patienten ausschlaggebend für die Entwicklung der Krebszellen ist, ist für Krebspatienten eine personalisierte Auswertung der Befunde besonders wichtig.

Um diese Menge an Daten auswerten zu können, hilft der SAP HANA Oncoloyzer. Das Prinzip der In-Memory-Technologie macht es möglich, komplette Datenbanken und Datensätze anstatt in der Festplatte im Arbeitsspeicher vorzuhalten und dort auszuwerten. Das erhöht die Geschwindigkeit enorm: Was früher mehrere Stunden dauerte, ist heute innerhalb von Sekunden verfügbar.

Suchen wie bei Google

Der SAP HANA Oncolyzer wurde zusammen mit dem Institut für Pathologie der Berliner Charité, dem Hasso-Plattner-Institut und dem SAP Innovation Center Potsdam entwickelt. Er ist speziell für Ärzte und Krebsforscher konzipiert.  Das Besondere: Die Anwendung ist für das iPad optimiert, so dass Ärzte während der Visite Zugriff auf Patientendaten und den Krankheitsverlauf haben. Ähnlich wie bei der Google-Suche kann der Arzt in der Patientendatenbank Schlagworte eingeben und die Historie abrufen.

Vor allem Krebsforscher sollen vom HANA Oncolyzer profitieren: Anhand frei wählbarere Kriterien wie Krebsart, Krankheitsverlauf, Therapie, Alter oder Geschlecht kann der Forscher Was-Wäre-Wenn-Szenarien erstellen und neue Hypothesen formulieren.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: SAP-Stand im High-End-Design und Business One in der Cloud

“Unglaublich aber wahr – truly amazing” nach diesem Motto hat SAP in diesem Jahr seinen CeBIT-Auftritt ausgerichtet. Und in der Tat gerät der Besucher ins Staunen: Über zwei Etagen erstreckt sich in Halle 4 der SAP-Stand im High-End-Design. Nach 40 Jahren sei SAP ein anderes, cooleres Unternehmen geworden, erklärt Kommunikationschef Hubertus Külps während der Pressekonferenz.

Ein weiteres Highlight: Die Mittelstandssoftware SAP Business One gibt es künftig auch in der OnDemand-Version. Einen ausführlichen Artikel finden Sie dazu morgen auf SAP.info.

Bauen, Segeln, Relaxen: In den Experience Rooms stellen die Kunden Samsung, Puma, Audi Sailing Team Germany, Lego und PG ihre Produkte vor und laden die Besucher zum Mitmachen ein: Business One-Kunde PG produziert e-Bikes. Hier haben Besucher die Möglichkeit, auf dem iPad ihr eigenes Fahrrad zu gestalten. Der beste Entwurf wird prämiert.

Das Unternehmen Samsung, das SAP ERP im Einsatz hat, präsentiert sein neues Smartphone Samsung Galaxy Nexus. Puma bildet seine Daten auf SAP NetWeaver 7.11 ab. An diesem Stand geht es etwas ruhiger zu: In der Chill-Out-Zone können sich Besucher bei Relax-Musik vom stressigen Messealltag erholen.

Das Audi Sailing Team setzt auf die OnDemand-Software Business ByDesign und hat für die CeBIT etwas ganz besonderes im Gepäck:  Ein 49er Segelboot, das auch schon bei den Olympischen Spielen 2000 im Einsatz war. Besucher haben die einmalige Möglichkeit, das Boot zu besichtigen. Außerdem können sie sich bei einer Online-Regatta mit virtuellen Booten versuchen.

Bei Lego kommen die Kreativen zum Zug. Beim Spielwarenhersteller, der SAP CRM und SAP ERP im Einsatz hat, sollen Besucher aus Tausenden von Legosteinen bis zum Ende der CeBIT eine komplette Stadt nachbauen.

Außerdem dreht sich am SAP-Stand alles um Cloud-Anwendungen, In-Memory-Technologie und moile Software. In der SAP HANA-Zone gibt es mobile Echtzeitanalysen mit SAP Smart Meter Analytics auf dem iPad zu sehen. Das Highlight: Zusammen mit Microsoft zeigt SAP, dass SAP HANA auch per Gestensteuerung mit Microsoft Kinect funktioniert. Wie genau das geht, erfahren Sie hier.

In der “Mobile Zone” präsentiert SAP auf 12 Tablet-PCs und Smartphones Business Apps für iOS, Android, RIM und Windows. Außerdem erhalten Besucher einen Einblick, wie sich mit Sybase Afaria mobile Geräte verwalten lassen.

In der Cloud-Zone gibt es Live-Demos von Business ByDesign, Sales OnDemand, Travel OnDemand, Sourcing OnDemand, Carbon Impact onDemand, StreamWork, SuccessFactors und Crossgate.

 

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